Lichtspieltheater

Heiße Action, Liebesfilme die unter die Haut gehen oder Zeichentrickfilme, die Kindern mit viel zu groß wirkenden Brillen auf kleinen Nasen, in 3D erleben lassen.
Wer mag ihn nicht, den Kinobesuch?
Welchen Anfang das Lichtspieltheater einmal genommen hat, ist den wenigsten bekannt.
Dass die ersten Filme auf Jahrmärkten vorgeführt wurden, mag man sich nur schlecht vorstellen können.
Der erste, so genannte Cinematograph, wurde von den Gebrüder Lumiere in Paris entwickelt. Der Amerikaner Dikensen entwickelte im Auftrag von Thomas Edinson das erste Kinetoskop, das lediglich einem Zuschauer die Gelegenheit gab, in die neue Welt der bewegten Bilder zu tauchen.

Das Kinetiskop

Das Kinetoskop hatte nur einen Sehschlitz und somit auch nur Platz für einen Betrachter.
Schon bald musste man keinen Jahrmarkt mehr aufsuchen um sich einen Film anzusehen.
Die Wanderkinos kamen in Mode und erfreuten sich immer größerer Beliebtheit, da sie von Stadt zu Stadt ziehen konnten und somit eine große Zuschauerzahl für sich verbuchen konnten. Hotels und Gaststätten wurden zu kleinen Kinosälen umfunktioniert und so gewann das Kino immer mehr an Einfluss und machte dem Zuschauer Lust auf mehr.
In vielen Städten hatte sich das Kino dermaßen gut etabliert, dass sogar feste Räume speziell zur Filmvorführung genutzt wurden. Schon bald erkannte man Kino als gutes Geschäft und verlangte fortan Eintritt von den Besuchern.
Das ein Film nur weinige Minuten dauerte schien die Zuschauer dabei nicht zu interessieren. Viel zu groß galt die Bewunderung der neuen Erfindung.

Vollbesetzte Schauspielhäuser

Schon bald profitierten nicht nur die Amerikaner von vollbesetzten Schauspielhäusern. Rasant ebnete sich das Kino seinen Weg nach Europa und gewann auch dort schnell an Bedeutung.
Die ersten Filme waren natürlich schwarz weiß und konnten ausschließlich als Stummfilme gezeigt werden.
Zur besseren Unterhaltung bei einer Vorführung, wurden Schallplatten abgespielt die dem Film eine ansprechende Note geben sollten. Der großen Beliebtheit war es dann zu verdanken, dass die Kinosäle zu riesigen Palästen heranwuchsen.
Erst das Fernsehen, gegen 1907 erfunden und auf den Markt gebracht, nahm dem Publikum schleichend das Interesse an Kinobesuchen. Teilweise sogar so sehr, dass immer mehr Kinos schließen mussten.